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NOTFALL-TABLETTE.

 

Madopar LT (oder RESTEX) sollte jeder als „NOTFALLTABLETTE“ oder „SOS-Medikament“ stets bei sich tragen. LT steht für lösliche Tablette. Sie enthält ebenso wie RESTEX 100 mg Levodopa, löst sich aber sehr viel schneller auf, und deshalb tritt die Wirkung schon nach etwa 15 Minuten ein. Man kann sie auch im Munde zergehen lassen, z.B. im Kino oder Theater, wenn z.B. kein Wasser zur Hand ist.

  

Die MADOPAR LT wurde daraufhin schon in meiner 1. Selbsthilfegruppe ganz schnell „Notfall- oder „SOS-Tablette“ getauft, denn es ist erlaubt, in großer Not-Situation zusätzlich EINE MADOPAR LT einzunehmen. Bitte wirklich nur in Notsituationen!

 

In dem Buch von Prof. Dr. Sieb wird dieses Medikament auch als Test für RLS empfohlen:  

Zeigt die Tablette eine Linderung der Beschwerden an, so kann der Betroffene mit 90%iger Sicherheit sagen, dass ein RLS vorliegt.  

Sollte sich keine Wirkung zeigen, so kann davon ausgegangen werden, dass der Patient NICHT unter RLS leidet.

 

 

Sollte Ihr Arzt Madopar LT nicht verschreiben wollen, lassen Sie sich ein Privat-Rezept ausstellen, dann zahlen Sie etwa Euro 20 für ca. 50 Stück, und damit kommen Sie cirka 1 Jahr aus. Dieses Levodopa-Präparat dürfen Sie zusätzlich ab und an im Notfall zu Ihren "normalen" Dopamin-Agonisten nehmen.

"Bei Gegenanzeigen, Unverträglichkeiten, aber auch anderen Nebenwirkungen, wie z.B. Wassereinlagerungen in den Beinen oder unzureichender Wirkung der dopaminergen Wirkstoffe kann das RLS auch mit Opiaten oder Benzodiazepinen behandelt werden.

In jedem Fall sollte die medikamentöse Behandlung ganz individuell auf die Bedürfnisse und Besonderheiten jedes einzelnen Patienten abgestimmt werden und in der Hand eines RLS-erfahrenen Neurologen liegen." (RLS e.V. Deutsche Restless legs Vereinigung München)

Das wäre wünschenswert und wird angestrebt, aber es gibt jedoch leider immer noch Ärzte, die sich nicht besonders intensiv damit befasst haben, und ihre Patienten nicht genau genug über die Einnahme der Medikamente informieren:

Jeder RLS-Patient sollte ganz individuell seine Medikamente den Beschwerden anpassen, denn es kommt auf das Medikament und seine Wirkzeit an, und darauf, ob der Betroffene nur nachts oder schon am frühen Abend der Ruhe bedarf oder sich sogar auch mittags gern hinlegen möchte.

 

 

Noch ein wichtiger Tipp aus Erfahrungsberichten Betroffener:

 

Sollte ein Krankenhausaufenthalt bevorstehen, nehmen Sie sich unbedingt  genügend RLS-Medikamenten mit!

 

Aus eigener Erfahrung lege ich Ihnen ans Herz: Haben Sie stets für einige Tage die RLS-Medikamente bei sich! Immer! In jeder Tasche! Sie werden manchmal sehr froh sein, wenn es mal dringend nötig ist, sie gleich zur Hand zu haben.

 

Im Krankenhaus sind Neurologen nicht sofort zur Stelle und Betroffene schilderten schlimme Tage und Nächte. Die Krankenhäuser benötigen meistens noch mehrere Tage, um für die RLS-Betroffenen die benötigten Medikamente besorgen zu lassen. So haben Sie es selbst in der Hand, ihre RLS-Beschwerden zu lindern, ohne dass Sie unnötigen Qualen ausgesetzt sind.